27 Quito, Mindo, Cojimíes, Santo Domingo, Otavalo, Ibarra
24. April - 9. Mai 2019, KM 1'064

​​​​​​​Mindo liegt ca. 70 Kilometer westlich von Quito, auf 1250 Meter ü. M. in einem subtropischen Talkessel. Es soll hier viele verschiedene Orchideenarten, Schmetterlinge, Vögel und Frösche geben. Am ersten Tag besuchen wir die Schmetterlingsfarm. Das Mariposario veranschaulicht den Fortpflanzungsprozess von den Eiern über die Raupen und Puppen zum wunderschönen Schmetterling. Im dazugehörenden kleinen Park bestaunen wir viele uns unbekannte Pflanzen, Blumen und vor allem verschiedene Arten von Kolibris. Wir machen zwei Wanderungen, nicht wegen den vielen Wasserfällen, sondern wegen der Tarabita, eine Art Seilbahn, die uns 530 Meter schwebend in einer Metallkiste über den Regenwald bringt. Je nach dem auf welcher Seite man einsteigen möchte, muss die motorbetriebene Gondel zuerst hergeholt werden. Bei der nächsten Wanderung müssen wir selber Hand anlegen und uns auf die andere Flussseite ziehen oder über die spezielle Hängebrücke klettern. Peter versucht es, gibt aber nach kurzer Zeit auf und bevorzugt den Korb. Auch besuchen wir eine kleine Schokoladenfabrik, wo uns von der Ernte der Kakaobohnen bis zur fertigen Schokolade alles erklärt und gezeigt wird. Am Ende der Führung dürfen wir einen Kakao-Tee mit einem Brownie testen😋. Der Tee wird aus den Schalen der Kakaobohnen hergestellt und schmeckt nicht wirklich nach Kakao, also kaufen würden wir ihn nicht. Das war für uns sehr spannend, hatten wir doch ehrlich gesagt, keine grosse Ahnung von der Schoggiherstellung. Trotz alltäglichen Regengüssen halten wir es sechs Tage in Mindo aus, hauptsächlich wegen dem schönsten Campingplatz seit Beginn unserer Reise. Ein Franzose hat hier ein kleines Paradies erschaffen. Auch die Pizzeria im Dorf ist nicht zu verachten, ganze dreimal verköstigen wir uns dort. Doch irgendwann wird es wieder Zeit aufzubrechen, ohne Frösche gesehen, dafür aber viele gehört zu haben.​​​​​​​


Wir wollen noch einmal an die Küste, den ewigen Regen haben wir satt. Ob es dort besser ist wissen wir allerdings nicht. Was wir aber wissen, dass es wieder heiss und feucht sein wird. Leider ist es im kleinen Küstenort Cojimíes nicht wirklich besser, einfach heisser😓. Da nur die Hauptstrasse geteert ist, stehen beinahe alle Nebenstrassen so ziemlich unter Wasser. Nicht wirklich toll zum Übernachten. Wir fahren also ein Stück zurück und entdecken am Strassenrand ein Schild mit der Aufschrift: Hotel und Restaurant La Perla Suiza. Ob wir wohl da essen können und vielleicht auf dem Parkplatz übernachten dürfen? Ca. 500 Meter weiter stehen wir vor dem verschlossenen Tor, das sich schon nach einmaligem Klingeln öffnet. Doch da steht kein Schweizer vor uns, sondern ein Einheimischer. Sein Chef Peter sei in Quito und komme erst morgen wieder, schade. Nachdem wir ihm unser Anliegen erklärt haben, telefoniert er umgehend mit seinem Chef. Schnell ist alles geklärt: natürlich dürfen wir bleiben, den Pool und die Toiletten nutzen und er offeriert uns gleich ein Zimmer in seinem Resort. Auch ein Privatstrand gehört dazu. Wir nehmen das Angebot gerne an. Am nächsten Tag lernen wir dann Peter und seine Frau Maria kennen. Wir verstehen uns auf Anhieb, ist Peter doch ein waschechter Stadt Zürcher, aufgwachsen am Schaffhauserplatz, ich im Milchbuck. Drei Tage lassen wir uns so richtig verwöhnen und geniessen es in vollen Zügen. Dann wird es Zeit sich zu verabschieden. Wir sind sicher, wir sehen uns irgendwann, irgendwo wieder.
Über Umwege fahren wir nach Ibarra, zur Finca Sommerwind, jedem Overlander bekannt. Der deutsche Besitzer Hans kennt einfach alles, weiss für alles einen Rat, ist sehr hilfsbereit und bäckt zudem sehr gutes Brot. Hier können wir unsere Wäsche waschen, am Fahrzeug Kleinigkeiten erledigen, oder einfach nur mit den anderen Reisenden "schnädere". Wie immer treffen wir auch hier auf Schweizer, gleich drei Paare sind auf dem Platz.  Zu unserer Überraschung trudeln auch York und Rita hier ein, die Freude ist gross. 
Morgen fahren wir rüber nach Kolumbien, unser letztes Land in Südamerika. Nein, wir gehen nicht nach Panama, sondern drehen noch eine weitere Runde in Südamerika, zurück nach Montevideo. Selbstverständlich auf einer uns noch unbekannten Route. Unser Ziel: Weihnachten mit unseren Liebsten zu Hause zu feiern🥰.

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