36,Termas de Almirón, Fray Bentos, Colonia del Sacramento, Camping Chacra Holandesa bei Montevideo
4. – 18. Oktober 2019, KM 1’034

Wir wissen eigentlich überhaupt nicht mehr wohin, also fahren wir einfach nur zu den nächsten Thermen, den Termas de Almirón. Hier waren wir schon einmal vor zwei Jahren. Wir verbringen hier vier ruhige und gemütliche Tage. Wir sind also nach drei Thermen total tiefenentspannt und porentief rein😂. Doch jetzt wird es langsam Zeit in Richtung Montevideo zu kutschieren. Wir übernachten noch zweimal am Rio Uruguay, so richtig entspannt. Bei einem Gläschen Wein geniessen wir die schönen Sonnenuntergänge und schwelgen in Erinnerungen.
Eigentlich wollen wir ja zu Heinz und Silvia, ins Paraiso Suizo. Doch schon 30 Kilometer vorher biegen wir links ab und fahren zu den Holländern Jan und Marieke. Wir werden sehr herzlich empfangen, der Platz ist schön und ruhig gelegen. Jan erklärt sich sofort bereit unsere Zwischenwand fürs Verschiffen einzubauen. Er versteht sein Handwerk bestens, schliesslich ist er Schreiner. Spontan beschliessen wir unser Abenteuer hier zu beenden. Es bleibt uns noch eine gute Woche um unser Bischu auf die grosse Reise vorzubereiten.
Wir putzen, fegen, entstauben und entrümpeln jede Kiste, jeder Winkel, Küche und Badezimmer, Schlaf- und Esszimmer, Keller und Estrich. Unsere Tiefenentspanntheit ist bald wieder futsch🥵. Doch zu unserer Freude treffen doch tatsächlich Sippie und Klaas  einen Tag nach uns auch hier ein. Zum Glück, denn das zwingt uns ab und zu ein Päuschen einzulegen und einen Schwatz abzuhalten. Leider regnet es wieder einmal wie aus Kübeln, dazu weht ein kalter und heftiger Wind. Ihr seht, wir bereiten uns auf den Schweizer Herbst vor. Die grösste Überraschung erleben wir dann am zweitletzten Tag. Da fährt so ein richtig GROSSER neben unser Bischu, daneben sind wir ein Nichts. Und wer ensteigt dem Goliath, so heisst der LKW, Marion und Walter. Auch mit ihnen waren wir vor genau zwei Jahren auf dem Schiff. Die Wiedersehensfreude ist gross. Zum Glück sind wir mit der Reinigung und Packerei beinahe fertig, so dass uns noch Zeit bleibt, zusammen eine gute Flasche Wein zu trinken und Erlebnisse auszutauschen. Ist das denn nicht ein toller Abschied von Südamerika?

Am Donnerstag sagen wir definitiv Adieu. Um 14.00 geben wir Bischu im Hafen ab. Alles verläuft reibungslos. Doch nicht ganz einfach für uns, so nach zwei Jahren ohne Zuhause🤔



Wir sind dankbar, durften wir zwei Jahre unfallfrei und meistens bei bester Gesundheit den wunderschönen Kontinent Südamerika bereisen. Die Begegnungen mit verschiedenen Kulturen und anderen Reisenden hat unser Leben sehr bereichert. Wir hoffen, dass wir zu Hause noch lange von diesen Erinnerungen zehren können.

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